Eine Erfolgsgeschichte dank Fotokurs

Heute möchte ich dir eine Erfolgsgeschichte erzählen. Letztes Jahr im Oktober habe ich meinen „Goldener Herbst“ Fotokurs für Einsteiger gegeben. Mit unter den Teilnehmerinnen war auch Marisa. Vor ein paar Wochen habe ich sie wieder getroffen und sie erzählte mir von ihrer fotografischen Entwicklung im vergangen Jahr. Der Fotokurs ist für sie nämlich ein Startpunkt gewesen, ihren eigenen Weg zu gehen. In eine etwas unkonventionelle Richtung. Aber lassen wir Marisa doch am besten gleich selber zu Wort kommen:

Richtig angefangen hat es vor paar Jahren. Zuerst fotografierte ich Snowboarder und Skater, dann verschwand die Kamera im Schrank. Als dann, wie alle Jahre, der Verkauf unserer Fohlen bevor stand und ich mich ärgerte, wenn schlechte Verkaufsfotos im Netz waren, nahm ich die Kamera wieder hervor und versuchte mein Glück. Aus irgendwelchen Gründen klappte das ganz gut – auch die Dummen haben ja mal Glück 🙂 – und ich machte mir Gedanken über die Bearbeitung. Da ich selber Reite und Züchte, hat es mich nach gefühlt 1000 Youtube-Videos gepackt und ich habe mir ein paar Aufträge geangelt. Ich merkte aber, dass ich  ab einem gewissen Punkt nicht mehr weiter kam. Stets sah ich so wundervolle Bilder und kam selber nicht annähernd daran heran.

 

Dann entdeckte ich deine Anzeige auf Facebook für den Fotokurs „Goldener Herbst“. Ich habe mir deine Seite angeschaut und Zack, hatte ich mich angemeldet. So durfte ich an meinem 29gisten Geburtstag – ein kleines Gschänkli an mich selber – dein Kurs besuchen und war begeistert. Ich lernte viel über die richtigen Einstellungen, auf den Bildausschnitt zu achten und den richtigen Moment abzuwarten. Vorher war es meist wirklich mehr Glück als Verstand. Dazu zeigtest du uns viele Kniffs in Lightroom und Photoshop. Noch heute habe ich deine Einstellungen gespeichert. Du hast dir für jede Teilnehmerin Zeit genommen und bist auf alle Fragen eingegangen. Ich würde dich sofort wieder um Rat fragen.

 

Eine Woche nach dem Fotokurs kam mein Nachbar gerade von der Viehschau zurück. Da wir das schönste Panorama ever haben, und das Licht perfekt war – untergehende Sonne – danke Helene für den Tipp – knipste ich mich dort fast zu Tode. 😉 Die Kühe waren alle noch geschmückt, trugen die grossen Treicheln voller Stolz und grasten friedlich vor sich hin. An diesem Abend entstanden Bilder, die noch heute – genau 1 Jahr danach – zu meinen absoluten Lieblingsbildern gehören. Mehrere davon zieren meine Wohnung. Die Bildbearbeitung war mit deinen Tipps ein Klacks. Als ich diese Bilder auf Facebook stellte, waren die Reaktionen Hammer!

 

Schon länger hatte ich die Idee, Kühe vor schwarzem Hintergrund zu fotografieren. Pferde kann jeder – dachte ich.  2 Wochen später war es dann so weit. Zwei Jungs drapierten mir ein Guschti hin und ich fotografierte. Jeder Züchter würde sich an den Kopf fassen…. Die Jungs taten sich mit meinen Anweisungen schwer. Sie hatten klare Vorstellungen davon, was man vom Guschti umbedingt sehen muss: Seite, Milchigkeit, Aufhängung, Exterieur. Ich fand es einfach hübsch, wenn es in die Kamera guckte. 🙂

 

Ein paar Tage später rief mich der Züchter des Guschtis an und meinte, ich solle doch am Samstag Abend an der Junior Expo kommen und fotografieren. Challenge angenommen.

 

Das Licht ging aus und die Show begann. Show….dunkel, nur ein Lichtkegel, Kinomusik – Hühnerhaut. Ein junger Mann kam mit seinem schönen Guschti rein marschiert. Stolz und voller Energie, aber hochkonzentriert. Ich wusste damals nicht genau, was sie  auf den Fotos sehen wollen… Also machte ich gefühlte 1000 Bilder.
Als alle Rinder der einen Rasse drin waren und sich langsam an ihren Platz begaben, war es eigentlich bereits um mich geschehen. Die Männer, jünger oder ähnlichen Alters, standen dort und ihre Gesichter waren voller Emotionen. Stolz, Ehrfurcht, Durchhaltewillen….und Tränen. Freudetränen, ab und zu auch Tränen der Enttäuschung. Aber trotzdem….es war eine Bombe aus Emotionen. Und das bei gestandenen Männer mit Bart, Oberarme wie Popei und Gesichtszüge wie Piraten.
 Und all das konnte ich mit meiner Kamera festhalten. Zuhause erlebte ich beim Bearbeiten 100 Hühnerhautmomente. Seit diesem Abend hat es mir den Ärmel reingenommen.

 

Ich habe danach die Bilder ins Internet gestellt und die Veranstalter kontaktiert. So kamen die Bilder in Umlauf und ich bekam nur positive Rückmeldungen. Wie schön es doch sei, wenn solche Emotionen eingefangen werden.
So kam es, dass ich für andere Shows angefragt wurde, wie auch für einige private Kuhshootings – so wie mit Pferden, halt nur mit Kühen.
Als ich den ganzen Winter durch Wochenende für Wochenende die Shows abklapperte und meine Bilder veröffentlichte, durfte ich im März die Nationale Holsteinshow fotografieren. Mit Auftrag. Ich war also Angestellt, extra für das…für eine der grössten Shows in der Schweiz.

 

Seit einem Monat habe ich mein Arbeitspensum reduziert, Fotografiere hauptsächlich Kühe an Ausstellungen und Standardbilder auf Höfen. Hätte mir vor etwas mehr als einem Jahr jemand gesagt, dass ich das tun werde, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. 🙂

 

Mein Ziel, die Kühe noch ins bessere Licht zu rücken und den Bauern ihr Leben mit Erinnerungen zu verschönern, werde ich nicht aufgeben.

 

Ich verdanke viel von meinem jetzigen Fotokönnen dir liebe Helene. 🙂

Bilder Copyright Marisa Fahrni Photography

Möchtest du dich fotografisch auch weiterentwickeln? Dann melde dich für den diesjährigen Fotokurs „Goldener Herbst“ für EinsteigerInnen oder „Im Zauber des Novembers“ für Fortgeschrittene an. Es sind nur noch wenige Plätze frei!

 

Und schau unbedingt mal bei MARISA FAHRNI PHOTO vorbei. 🙂 Ich freue mich schon sehr, Marisa nächstes Jahr an einem ganz speziellen Tag begleiten zu dürfen. Viele lieben Dank Marisa, dass du deine Geschichte für uns aufgeschrieben hast und ich sie hier zeigen darf.

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