Andalusientour – Teil 1 – Weiterbildung für Fotografen

Weiterbildung ist wichtig. Insbesondere, wenn man die Kreativität zum Beruf gemacht hat, tendiert man unter Leistungsdruck gerne dazu, immer wieder das selbe zu machen. Das, wovon man weiss, dass es funktioniert. Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen – schliesslich garantiert das die Qualität. Dennoch ist es wichtig, sich immer wieder Auszeiten und freie Projekte einzuplanen um Neues auszuprobieren und von anderen zu lernen.

 

Tabitha von TR-Photography und ich tauschen uns oft aus und haben uns auch schon gegenseitig mit unseren Tieren fotografiert. So entstand irgendwann die Idee, eine gemeinsame Fotoreise zu machen. Einmal nur zum Fotografieren verreisen. Shootings organisieren. Andere Lichtsituationen und Landschaften ausprobieren.

 

Die Fototour nahm Gestalt an, als Martina – eine ehemalige Kundin und unterdessen liebe Freundin – uns nach Andalusien einlud. Da Spanien sowieso meine zweite Heimat ist (ich spreche fliessend Spanisch und habe in Spanien studiert & gearbeitet), war ich sofort Feuer und Flamme. Mit den Bildern von Spaniens schönen Pferden im Kopf, war auch Tabitha sofort mit dabei – auch wenn diese Reise ihr „Spanien-Debüt“ bedeutete.

 

An einem kalten Februartag diesen Jahres stiegen wir also in den Flieger nach Süden. Als wir nach einer abenteuerlichen Fahrt auf Andalusiens Strassen und einem deftigen spanischen Mittagessen bei Martinas und ihrem Freund Patric ankamen, wurden wir herzlich empfangen. Noch am gleichen Abend ging es in den Stall zu Martina und Patrics Pferden Bonita & Major. Bonita hatte ich vor ca. 3 Jahren schon einmal in der Schweiz vor der Kamera.

 

Am nächsten Morgen ging es dann mehr (Tabitha) oder weniger (ich) frisch in den Stall für die erste Fotosession. Cowgirl und -boy (Martina & Patric) standen schon in voller Montur bereit. Die Landschaft rund um Ronda ist malerisch schön mit Pinienwäldern, steilen Klippen, kargen Böden und ganz anderen Farben, als wir sie in der Schweiz gewohnt sind.

 

Patric und sein wunderschöner Quarterwallach Major standen geduldig Modell für all unsere Fotoideen. Ich fand es spannend, mal nicht nur meine Ideen umzusetzen, sondern mich auch von Tabitha inspirieren zu lassen, ihre Posing-Ideen und Lichtführungen auszuprobieren.

Die Sonne stand schon ziemlich hoch, als wir Martina und ihre „Black Beauty“ Bonita im Olivenhain fotografieren. Grelles Sonnenlicht ist immer eine Herausforderung für Fotografen. Für diese Serie finde ich es aber äusserst passend. Das weisse Licht bringt die Olivenblätter zum Leuchten und gibt der ganzen Szenerie etwas Magisches.

 

Obwohl Bonita uns eine Kostprobe ihres „Magi-nöd“-Gesichtes gab, sind Bilder entstanden, die ich ganz besonders mag. Sie zeigen für mich die Partnerschaft von Martina und Bonita. Wie sie zusammen Herausforderungen meistern, sich manchmal gegenseitig auf die Nerven gehen, aber sich trotzdem lieben, schätzen und eng zusammengewachsen sind. So wie Beziehungen eben sind. 😉

Nach dem Shooting gingen wir dann erst mal Pizza essen und liessen Ronda auf uns wirken. Kreativität will schliesslich gefüttert sein. 😉

 

Mehr von der Reise gibt es im nächsten Blogbeitrag.

 

Wenn du dich auch weiterbilden und von meinen Erfahrungen profitieren möchtest, schau dir doch meine Fotokurse an. Dieses Jahr gibt es erstmalig auch einen Kurs für fortgeschrittene FotografInnen bei dem ich mehr auf die Kreativität, Inspiration und Motivation eingehe. Als ich schon eine Weile fotografierte, stand ich immer wieder an den selben Punkten an, wusste nicht, wie ich meine Bilder auf das nächste Level bringe. In diesem Kurs zeige ich dir, was mir geholfen hat.

 

 

 

Die Bilder wurden mit meiner 5d Mark III und dem Canon 70-200mm f2.8 / Sigma Art 35mm f1.4 oder dem Smartphone gemacht.

Making-of Bilder von TR Photography & Martina Roth / Patric Stahl

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