Pferdehooting_im_Walds01

Waldgeister

Letztes Jahr hat es ab Mitte April zwei Monate fast ununterbrochen geregnet. Das kann man sich bei dem schönen Frühling dieses Jahr fast nicht mehr vorstellen. Ich weiss noch, wie ich verzweifelt versucht habe, meine Shootings und Kurse zu organisieren und sie immer wieder aufgrund des Regens verschieben musste. Andi, die mir ihre beiden schönen Pferde für einen Fotokurs zur Verfügung stellen wollte (der aufgrund des Regens ebenfalls verschoben werden musste), hatte sich schon lange Bilder im Wald gewünscht.  Als dann Anfang Mai endlich mal für ein paar Tage die Sonne schien, fragte sie mich ganz spontan für ein Shooting im hellgrünen Frühlingswald an.

 

Wer meine Arbeiten hier und auf meiner Facebookseite mitverfolgt, kennt die Jungs von Andi schon. Andi fotografiert selbst auch leidenschaftlichg gerne Tiere und hat mir schon einige Fotografenträume erfüllt. So kam es, dass wir Andalusier Caramelo und Friese Hannes im Wald frei (!!) fotografieren konnten. Natürlich haben wir einen mobilen Zaun gesteckt, aber wären die beiden nicht so erfahrene Fotografenpferde, hätten sie diesen garantiert nicht respektiert. Caramelo hat nämlich ganz schön Gas gegeben, als er die Freiheit witterte. Er ist aber auch immer wieder brav zu Andi zurückgetrabt. Zum Glück kennt er das Spiel vom Wegschicken und Zurückkommen für die Fotografen schon.

Ich nutze für solche Shootings einen mobilen Litzenzaun und Steckpfähle. Der lässt sich später in Photoshop leicht wegstempeln. Wichtig ist aber, dass man den Pferden den Zaun zuerst zeigt und sie sich nicht zu sehr aufheizen. Sonst kann es leicht passieren, dass sie den Zaun nicht respektieren. Hilfspersonen und Leckerlis sind hier auf jeden Fall von Vorteil. Ebenfalls wichtig ist, dass man im Vorfeld beim Grundbesitzer (auch der Wald ist meistens nicht öffentlich) um Erlaubnis fragt und den Shootingplatz nach der Aktion wieder  herrichtet. Wir haben letzten Frühling nur auf Waldwegen fotografiert, weil die Pferde auf dem sumpfigen Boden zu viel “umgegraben” hätten. Wenn man freundlich fragt und respektvoll mit dem Platz umgeht, sind die meisten Grundbesitzer entgegenkommend.

 

Die zwei wunderschönen Pferde in Kombination mit einem zarten Frühlingswald und sanftestem Abendlicht war definitiv eines meiner Highlights letztes Jahr. Der magische Sonnenuntergang, der die Pferde in goldenes Licht tauchte, liess uns diese Seirie “Waldgeister” taufen.

 

Merci, dass du diese Bilder ermöglichst hast, liebe Andi.

3 Comments
  • andi
    Antworten

    … es war ein wunderschöner Abend mit Dir und Deiner Karmera …
    Danke, dass Du meine Vorstellungen so schön umgesetzt hast an jenem schönen warmen Frühlingstag mit zauberhaftem Abendlicht.
    ich bin nach wie vor mega verliebt in die Fotos meiner Waldgeister :D

    1. Mai 2017 at 12:02
  • Ute Rochus
    Antworten

    Guten Tag, ich bin auf der Suche nach einem work Shop Pferdefotografie. Deine Fotos gefallen mir, ich fotografiere selbst seit Jahren Pferde und möchte mich sehr sehr gerne weiterentwickeln. Ich lebe in Berlin. Wo lebst und arbeitest du? Viele Grüße Ute

    21. Juni 2017 at 08:41

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